Jugendhilfe Bottrop e.V.
 

Risiken

 

Risiken des Drogengebrauchs

Es gibt keinen risiokofreien Drogenkonsum.

Bei jeder Droge und mit jeder Konsumart und -situation sind aber die Risiken, insbesondere die gesundheitlichen, höchst unterschiedlich. Mit der Art und Weise, wie Menschen Drogen konsumieren, können sie die mit dem Gebrauch zusammenhängenden Risiken steuern. Bei der Risikoabschätzung sind sachliche Informationen über die Droge und ihre Wirkungen sowie die unterschiedlichen Konsumformen unbedingt sinnvoll. Wenn Drogen konsumiert werden, ist jeweils der risikoärmere dem risikoreicheren Gebrauch vorzuziehen.

Bei den Drogen, die unter das BtmG fallen, gilt zudem Folgendes:

Illegale Drogen anzubauen, zu kaufen und zu besitzen gilt als strafbare Handlung. Alle, die unter den Bedingungen des Schwarzmarktes Drogen kaufen und nehmen, tragen ein schwer kalkulierbares, gesundheitliches/rechtliches Risiko.


Die Risiken, die mit dem Gebrauch einer jeden Droge verbunden sind, sind unterschiedlich verteilt.

Folgende Risiken lassen sich unterscheiden:

Risiko für Leib und Leben

Die akute Gefahr durch "Überdosierung" bei einigen Drogen (z.B. Alkohol)  bleibt konstant und verschiebt sich auch bei Gewöhnung nicht. Anders bei den Opiaten. Die toxische Toleranzgrenze verschiebt sich hier mit der Gewöhnung, so dass die Gefahr der Überdosierung eher bei gelegentlichem Konsum oder nach einem körperlichen Entzug auftritt.

Risiko von Organschäden

Schädigungen der inneren Organe (Leber, Magen, Lunge usw.) treten meist bei Dauergebrauch auf, z.B. bei Alkohol und Nikotin.

Risiko psychischer Wirkungen

Viele Drogen können aufgrund ihrer bewusstseinsverändernden Wirkung kurz- oder langfristig Verhaltensänderungen auslösen, z.B. Halluzinogene,  Amphetamine, Kokain. Nach Beendigung des Konsums klingen diese Veränderungen nach unterschiedlich langer Dauer wieder ab.

Das hier gemeinte Risiko betrifft vor allem die Halluzinogene, die vorhandene psychische Erkrankungen (z.B. Psychosen) freisetzen können.

Risiko psychischer Abhängigkeit

Der  Droge wird eine besondere individuelle Bedeutung zugeordnet, so dass subjektiv der Eindruck entsteht, ohne diese Droge nicht mehr leben zu können. Dies betrifft alle Drogen.

Risiko körperlicher Abhängigkeit

Manche  Drogen lösen nach kontinuierlichem Gebrauch eine körperliche Abhängigkeit aus. bei Abstinenz dieser Substanz kommt es zu Entzugssymptomen (z.B. bei Alkohol, Opiaten, Barbituraten).

Riskante Gebrauchsformen

Die  Art und Weise wie eine Droge konsumiert wird, kann in Bezug auf die oben genannten Risiken unterschiedlich sein. So ist das Rauchen (Inhalieren) einer Substanz "risikoärmer" als das Schlucken oder Spritzen (Dosierungsrisiko). Die Tiefe des Inhalierens entscheidet wiederum über die Risiken, die mit dem Rauchen einer Droge zusammenhängen (Organschädigung).

Riskante Gebrauchsregel

Auch  die Regeln, die Gruppen oder Einzelne zum Drogengebrauch entwickeln, können unterschiedlich riskant sein. Dazu zählt z.B. der gemeinsame Spritzengebrauch, der das Infektionsrisiko (Hepatitis, HIV) erhöht. Ebenso erhöht das "Wetttrinken" von alkoholischen Getränken die  Risiken.


Das Verbot einer Drogen führt zum "Strecken" der Substanz auf dem Schwarzmarkt (Dosierungsrisiko und unkalkulierbare Nebenwirkungen) und drängt die Konsumenten in die  Subkultur/Kriminalität.